Olaf Schlote | Fotografien // beyond human nature

Lichtungen einer anderen Welt von Carsten Ahrens

Bei aller Vielfalt sind Schlotes Arbeiten immer authentisch und spiegeln seinen unermüdlichen künstlerischen Blick, mit dem er eine unermessliche Geschichte aus den Arealen des Wirklichen liest. Der Fotograf Schlote spielt weniger mit den fotografischen Mitteln als vielmehr mit den poetischen Seiten des Realen. Der utopische Fluchtpunkt seines fotografischen Unternehmens ist jenes „Wunder der Kunst“, das schon Georg Simmel in seinem Essay „Zur Philosophie des Schauspielers“ (1908) reflektierte: „So gehört dies überhaupt zu dem unbegreiflich Höchsten aller Kunst, dass sie die Wertreihen, die im Leben gleichgültig, fremd oder feindlich auseinanderliegen, wie in selbstverständlicher Einheit zusammenführt ... und uns damit eine Ahnung und ein Pfand gibt, dass die Elemente des Lebens doch wohl in ihrem letzten Grunde nicht so heillos gleichgültig und beziehungslos nebeneinander liegen wie das Leben selbst es glauben machen will.“

The Light of a different world by Carsten Ahrens

Despite their huge diversity, Schlote’s works are always authentic, mirroring the inexhaustible artistic viewpoint with which he derives an immense narrative from the sphere of reality. The photographer Schlote plays less with photographic means, and far more with the poetic aspects of the real. The utopian vanishing point of his photographic undertaking is that “miracle of art” upon which Georg Simmel already reflected in his essay “On the Philosophy of the Actor” (1908): “Part of the incomprehensible sublimity of all art, therefore, is its ability to bring together, as if naturally, the levels and dimensions which are separated by indifference, alienation or animosity in life... and in this way, it offers us an intimation and a pledge that, fundamentally, the elements of life are not so irredeemably indifferent or unrelated as life itself would sometimes have us believe.”